2010 wurde mehr Falschgeld aus dem Verkehr gezogen
Fast ein Fünftel mehr Falschgeld kam 2010 in Deutschland in Umlauf. Das BKA meldete einen erneut gestiegenen Wert von 6,7 Millionen Euro. Damit stieg die Anzahl der Fälschungen, die auf 10.000 Personen kommen, von sechs auf sieben Scheine. Zwei Dittel der Fälschungen sind 50-Euro-Scheine, Münzen hingegen werden immer weniger kopiert. Auf sie entfallen nur noch drei Prozent der gefälschten Finanzen. Der registrierte Wert sank beim Hartgeld von zirka 78.500 auf ungefähr 67.400 Münzen, betroffen sind Stücke von 50 Cent, einem oder zwei Euro.
Deutschland liegt trotz der negativen Tendenzen immer noch unter dem europäischen Durchschnitt. Auffällig ist, dass die Qualität der Fälschungen sich stetig verbessert. Mittlerweile stellen die illigalen Werkstätten hochwertige Hologramme, Wasserzeichen und Mikroschriften her, die ein Otto-Normalbürger kaum vom Original unterscheiden kann. Eine ähnliche Qualität wird bei keiner anderen Banknote erreicht. Auch wenn die Europäische Zentralbank eine zuletzt positive Entwicklung bei der Banknotenfälschung vermeldet hatte, wird die Situation über die kommenden Jahre eine ähnliche bleiben, denn aufgrund der weiten Verbreitung des Euros und seiner Stabilität ist er ein beliebtes Opfer für die sogenannten Blüten. In Ländern wie Italien, Frankreich und Spanien ist eine größere Menge Falschgeld im Umlauf. Knapp ein Drittel der Kopien wird hierzulande allerdings schon vor der Verwendung entdeckt.